Klassenraumgestaltung #1

Das Problem: Einen Klassenraum mit möglichst wenig Aufwand verschönern – aber bitte nicht für die Ewigkeit. Die Lösung: ein Griff in die Street-Art-Trickkiste…

Mit Tape Art lassen sich schnell und unkompliziert wiederablösbare Wandbilder gestalten.

Der Begriff Tape Art beschreibt das Kleben von Bildern mit farbigem Klebeband. Entwickelt hat sich diese neue Form des Bildermachens im Kontext von Street Art – entsprechend findet man die geklebten Kunstwerke im öffentlichen Raum.

Mittlerweile haben sich gar unterschiedliche Stile entwickelt, von rein linearen Arbeiten, die wie bei Aakash Nihalani  mit dem Phänomen Perspektive spielen, über den in Berlin tätigen Tape-Art-Pionier El Bocho, der auch schon eine komplette Fassaden gestaltet hat bis hin zum Niederländer Max Zorn, der nur mit braunem Paketklebeband arbeitet und durch das Übereinanderkleben mehrerer Schichten sehr differenzierte Brauntöne gestaltet, wie hier im Video zu sehen.

Wie Tape Art mittlerweile kommerziell genutzt wird, zeigt der Blog einer Stuttgarter Designagentur. Unter den dort dokumentierten Projekten finden sich jedoch interessante, auch für die Schule inspirierende Motive, wie z.B. bei der Gestaltung eines o2-Stores.

Auch das zdf-Morgenmagazin berichtete bereits über Tape Art – eine fragwürdige Ehre, aber ein recht informativer Beitrag, der nebenbei auch zeigt und erklärt, wie ein Tape-Art-Bild entsteht.

Tape Art ist die fassadenschonende Alternative zum Graffiti – die geklebten Bilder halten nicht lange Wind und Wetter stand. Sie sind auch per Hand leicht wieder ablösbar, was ein Korrigieren beim Arbeiten leicht möglich macht. So eignet sich Tape Art auch, das grafische Denken und lineare Arbeiten bei Schülerinnen und Schülern zu fördern – mit hohem Motivationsfaktor. Und wer weiß, vielleicht muss ja auch vor den Grenzen des eigenen Klassenraums nicht halt gemacht werden.

Foto: Sarah Domann

3 Gedanken zu “Klassenraumgestaltung #1

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