Operatoren

Operatoren im Kunst-Abitur

Nicht nur im Abitur, aber gerade dort, ist es unbedingt notwendig, möglichst unmissverständliche, eindeutige Arbeitsanweisungen zu formulieren. Dazu sollte dringend auf den Einsatz entsprechend geeigneter Operatoren geachtet werden.

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Operatoren sind als Aufforderungsverben die Schlüsselwörter einer Aufgabenstellung, die im fachlichen Kontext möglichst genau spezifiziert werden. Sie dienen damit der Eindeutigkeit einer Aufgabenstellung, indem sie genau ausweisen, welche Tätigkeiten in welchem Umfang von den SchülerInnen zur idealen Lösung einer Aufgabe erwartet werden.

Operatoren sollten zudem möglichst klar einem Anforderungsbereich zugeordnet werden können. Dies ist oft problematisch, da häufig nicht eindeutig möglich.

Die drei Anforderungsbereiche laut KMK sind, grob zusammengefasst:

  • I – Kennen / Wiedergeben
  • II – Anwenden
  • III – Urteilen / Problemlösen

Operatoren sollten außerdem sinnvollerweise entsprechend des zu fördernden bzw. zu überprüfenden Standards (Rahmenlehrplan) gewählt werden.
Generell ist es sinnvoll, im Fachbereich einheitliche Regelungen bezüglich der Operatoren und entsprechender Erwartungen an Lösungen zu treffen.

Auflistungen von Operatoren für die Abiturprüfungen im Kunstunterricht finden sich u.a. hier:

sowie in verschiedenen Lehrwerken für die gymnasiale Oberstufe, z.B. Cornelsens „Kunst entdecken – Oberstufe“. Einen sehr guten Überblick bietet auch Kunst + Unterricht 341 (2010) „Bildkompetenz – Aufgaben stellen“ mit einer Übersicht auf S.36. Dazu gibt es auch den Text „Operatoren für kompetenzorientierte (Prüfungs-)Aufgaben“ von Ernst Wagner und Uli Schuster als pdf zum kostenfreien Download auf der Seite des Friedrich-Verlags.

Da Operatoren der erfolgreichen Kommunikation zwischen Lehrperson und Schülerschaft dienen, versteht es sich von selbst, dass sie im Unterricht thematisiert und mit den SchülerInnen geübt werden sollten.

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